Positionspapier zum häuslichen Unterricht und zum Unterricht an einer Privatschule ohne Öffentlichkeitsrecht (von Dr.in Andrea Holz-Dahrenstaedt, Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreich)

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs (KIJAS) sind immer wieder mit Fällen befasst, in denen Kinder und Jugendliche in mehr oder weniger geschlossenen Systemen aufwachsen und/oder unterrichtet werden, sei es in Institutionen, in Privatschulen, in sektenähnlichen Gemeinschaften, aber auch in Familien. Jede Art von geschlossenem System trägt ein Gefährdungspotential in sich. So mussten wir in der […]

Durch den häuslichen Unterricht werden in Österreich jährlich bis zu 20 Millionen Euro weniger für Bildung ausgegeben…

Der Umstand, dass in Österreich jährlich ca. 2000 Kinder privat unterrichtet werden lässt den Schluss zu, dass der österreichische Staat viele Millionen im Bildungsbereich einspart. Diese Beträge würden dringend benötigt werden, um Kinderrechte im häuslichen Unterricht zu sicher und zu schützen. Da das Elternrecht auf häuslichen Unterricht ohne Auflagen und Voraussetzungen von allen Eltern, deren […]

Entwicklungsförderliche und entwicklungshemmende Dynamiken durch häuslichen Unterricht

Kinder  benötigen für ihre bestmögliche Entwicklung ein entwicklungsförderliches Umfeld, das ihren Entwicklungsbedürfnissen entspricht: individuelle öffentliche bzw. private Lernförderungen  können schwer beeinträchtigte oder kranke Kinder und Kinder mit emotionalen Nöten  seelisch und gesundheitlich stabilisieren. Bildungsangebote, bei denen Eltern ihre Kinder zuhause unterrichten, stellen aus entwicklungspsychologischer Sicht hingegen ein entwicklungshemmendes Lernumfeld dar. Machen Eltern von dem Recht […]

Viele Eltern werden durch das österreichische Rechtssystem ermutigt, den häuslichen Unterricht missbräuchlich zu verwenden

Ein beinahe bedingungsloses  und rechtlich gut abgesichertes  Grundrecht  auf häuslichen Unterricht ohne behördliche Auflagen mit Ausnahme der Jahresprüfung  und ohnmächtige Behörden im Falle eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung   ermutigen viele Eltern, den häuslichen Unterricht missbräuchlich zu verwenden. Nach dem  „Positionspapier  zum häuslichen Unterricht und zum Unterricht an einer privaten Schulen ohne Öffentlichkeitsrecht“  der Kinder und Jugendanwaltschaft […]

Über Motive von Eltern ihr Kind zum häuslichen Unterricht abzumelden

Viele Eltern melden ihre Kinder aus zweckdienlichen Gründen in den häuslichen Unterricht ab. Idealisierte Motive, wo es um die Verfolgung von Ausstiegsszenarien geht, aber auch extreme fanatisch religiöse bis staatsfeindliche Überlegungen können bei dieser Entscheidung eine Rolle spielen. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Eltern, die ihre Kinder von einer öffentlichen Schule in den häuslichen […]

Im Schulsystem verortete Probleme und Benachteiligungen im Zusammenhang mit dem häuslichen Unterricht

Jedes Kind hat das Recht auf bestmögliche Entwicklung. Das Recht auf bestmögliche Entwicklung umfasst die Gesamtentwicklung jedes Kindes, emotionale wie kognitive Entwicklung. Bei einer jährlichen schulischen Überprüfung werden jedoch ausschließlich die kognitiven Fähigkeiten geprüft. Die emotionale Gefühlsentwicklung kann in einem solchen Prüfungssetting nicht erfasst werden. Zur Überprüfung, ob sich das Kind im häuslichen Unterricht gesamtheitlich […]

Emailanfrage betreffend Klärung der Kompetenzzuständigkeit bei der Einhaltung der Kinderrechte beim Elternrecht auf häuslichen Unterricht an die Stadt Wien

Sehr geehrte Frau Magistra Boesch!  Ihre Anfrage vom 12.Juli 2019 wurde zuständigkeitshalber an die Wiener Kinder- und Jugendhilfe weitergeleitet.  Grundsätzlich ist in Österreich jede Einrichtung und jede Behörde, die mit Agenden betraut ist, von denen Kinder betroffen sind, für die Einhaltung der Kinderrechte zuständig.  Bei dem Verdacht der Verletzung von Kinderrechten schreitet der Kinder- und […]

Bildung NÖ ist Hochburg des Hausunterrichts 547 Pflichtschulkinder in Niederösterreich besuchen derzeit keine öffentliche Schule. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ hervor. Niederösterreich ist damit Spitzenreiter beim Hausunterricht. (von Norbert Oberndorfer, noe.ORF.at)

Seit Einführung der Schulpflicht unter Maria Theresia darf jeder und jede die eigenen Kinder auch zuhause unterrichten – dafür braucht es keine pädagogische Ausbildung, sondern es ist lediglich eine fristgerechte Meldung bei der Bildungsdirektion zu Schulbeginn notwendig. Ähnlich ist es auch, wenn Kinder eine Privatschule ohne Öffentlichkeitsrecht besuchen. Die Schulbehörde darf den Hausunterricht nur dann […]

Bildung Daheim statt Schule: Unterricht zuhause In Österreich herrscht Unterrichtspflicht aber keine Schulpflicht. Eltern dürfen ihre Kinder daher auch zu Hause unterrichten. Während die Zahlen dafür österreichweit sinken, sind es in Tirol mehr geworden: derzeit 210 Kinder. Der Privatunterricht klappt aber nicht immer. (von Roberta Hofer, tirol.ORF.at)

Derzeit werden 133 Tiroler Vorschüler daheim unterrichtet, 49 Volksschüler, 23 Kinder in der Unterstufe. Heimunterricht geben kann jeder – ganz ohne Lehrausbildung. Um sein Kind aus der Pflichtschule zu nehmen, muss man bis Ende Juli bei der Bildungsdirektion ansuchen. Gleichwertiger Unterricht muss gegeben sein Wer sein Kind slbst unterrichten möchte, muss zumindest einen Grobplan haben, […]

ALTERNATIVE METHODEN SPÖ fordert, häuslichen Unterricht größtenteils abzuschaffen Ex-Ministerin Hammerschmid spricht sich für eine Reform der Schulpflicht aus. Auch im Bildungsministerium lagen Reformpläne vor. Offen ist, was nun mit ihnen passiert (von Vanessa Gaigg, Der Standard)

Der Glaube, dass jedes Kind zwischen sechs und 14 Jahren in Österreich eine Schule besuchen muss, unterliegt einem weitverbreiteten Missverständnis. Denn hierzulande herrscht keine Schul-, sondern lediglich eine Unterrichtspflicht. Das bedeutet, dass Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schicken müssen, sondern sie genauso gut zu Hause unterrichten können. Das Einzige, was die Eltern tun […]